Trauer um Karl Fickel

28 Jul

Karl Fickel ist nach langer schwerer Krankheit verstorben.

Karl wer? wird mancher jüngere und noch nicht so branchenerfahrene Leser fragen:

Karl Fickel, liebenswerter charismatischer Mensch, Familienvater, Ökonom, Fondsmanager und Entrepreneur. Mitbegründer des Investmenthauses Lupus alpha.

Auf dem Hype der Hyghtech-Bubble und Neue-Markteuphorie hätte das keiner gefragt. Da kannte ihn jeder, den „Karl“, damals Fondsmanager im Hause Invesco.

Der volksnahe Mann mit dem Markenzeichen „Fliege“, der so viele Cover von Finanzzeitungen zierte und die Anleger, wie es damals so gerne hieß „reich machte“ und trotzdem keine Starallüren besaß.

Dabei kannte Fickel beide Seiten der Medaille, die Erfolg genannt wird. Im Gegensatz zu vielen anderen seines Genres stellte er sich aber auch in schwierigen Zeiten der öffentlichen Kritik, hielt den Wachstumsmärkten und Technologieaktien auch dann die Treue, wenn es einmal nicht so gut lief. Wenige konnten sich so für technische Details erwärmen und erlebnisorientiert vom Fortschritt schwärmen, wie der „Fickel-Karl“.

Fickel wird der Fondsindustrie fehlen: seine Name steht für fachliche Kompetenz, Gefühl für die Märkte, unternehmerischen Geist, gleichzeitig aber auch für ein hohes Maß an Anstand, Menschlichkeit, Humor und Mut.

Letzterer zeigte sich gerade auch in der Art und Weise, wie er sich dem Kampf mit jener tückischen Krankheit stellte, die ihn zuletzt besiegte.

Wir bedauern den Verlust von ganzem Herzen. Nicht nur, aber auch von daher, als Fickel der erste Referent unserer Seminarreihe „Petersberger Treffen“ war, gefragter Gesprächspartner, dessen Rat begehrt war und schließlich auch eine menschliche Größe deren Geselligkeit und Humor stets geschätzt war.

Wir drücken der Familie unser tiefes Beileid aus

 

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