Muskelspiel, Denkfabrik, Puppentheater oder Elefantenfriedhof?

17 Dez

Die Allianz-Fondstochter Pimco besetzt ihren sogenannten „Beratungsausschuss“ neu und holt dafür viel Prominenz an Bord.

Wie jetzt bekannt wurde, wird das Unternehmen in diesem Gremium, das mehrmals jährlich tagen soll, zukünftig unter anderem vom ehemaligen Chef der amerikanischen Notenbank, Ben Bernanke, dem ehemaligen EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet, dem ehemaligen britischen Premierminister Gordon Brown und dem ehemaligen Chef des Staatsfonds von Singapur NG, Kog Song, beraten. Ganz schön viel „ehemalig“, bekannt, kompetent und bestimmt auch teuer im Unterhalt.

Ich bin beeindruckt. Frage mich aber, ob der Abgang des „ehemaligen“ Frontmanns Bill Gross, der zur Gesellschaft Janus wechselte und derzeit nach meiner Ansicht dort auch keine gute Figur macht, derart schwer wiegt, dass man sich bei Pimco genötigt sieht, solche Geschütze aufzufahren, um das Image zu polieren. Da fehlt eigentlich nur noch der „ehemalige“ Papst Benedikt im Gremium. Er könnte vielleicht einige Beiträge zum Themenkreis „höhere Gewalt“ liefern.

Dieser Artikel erschien am 16.12.2015 auf www.boerse-online.de

Für Börse Online kommentiert Björn Drescher wöchentlich mit „Return: Der Investmentkommentar“ Ereignisse aus der Fondswelt.