Ambition

22 Jun

Das Wort „Ambition“ meint beruflichen Ehrgeiz, ein Bestreben und kommt mir dieser Tage unweigerlich in den Sinn, wenn ich die Aktivitäten rund um „Der Zukunftsfonds“ beobachte und sie kommentieren will. Was da von den Initiatoren, unter anderem Lenny Fischer und Kai Diekmann ausprobiert wird, nenne ich mal wirklich „ambitioniert“. Geht es doch um nicht mehr und nicht weniger als den Versuch, die Deutschen ihre natürliche Trägheit, Verklemmung und Angst im Rahmen der Geldanlage überwinden zu lassen und aus ihnen ein Volk von „Fondsfreunden“ zu machen. Frei nach dem Motto: Sparbuch und Festgeld adé!

Es versteht sich von selbst, dass ich dieses Ziel nicht nur begrüße, sondern wie gewohnt jede Möglichkeit nutze, die Fondsidee und ihre Verbreitung nach Kräften zu unterstützen. Also auch diese.

Sollte es gelingen, den Billionen Euro schweren Markt für Einlagen und kapitalbildende Versicherungen wirklich zu knacken oder auch nur substanziell anzureißen, was hier erklärtes Ziel ist, wäre für die Fondsbranche im Allgemeinen viel gewonnen und für die Akteure des Zukunftsfonds im Speziellen. Eine derartige Entwicklung würde allerdings auch die berechtigte Frage aufwerfen, warum es anderen Initiatoren, Organisationen oder Unternehmen zuvor nicht gelungen ist, die Bundesbürger auf breiter Front zu erreichen, zu sensibilisieren und für die Fondsanlage zu begeistern.

Wünschen wir den Protagonisten und ihren Geschäftspartnern in unser aller Interesse Erfolg. Er ist ihnen angesichts ihrer unbestrittenen Fähigkeiten zweifellos zuzutrauen, indes nicht gewiss. Die Zukunft wird zeigen, ob wir es hier mit einem anbrechenden Zeitalter finanzieller Aufklärung und der Geburt eines Blockbusters zu tun haben oder mit einem großem Getöse ohne nachhaltige Wirkung.